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3 Min. Lesezeit

Kondenswasser am Fenster

WAS KÖNNEN SIE DAGEGEN TUN?

Vor allem im Winter ist Kondenswasser am Fenster durch hohe Luftfeuchtigkeit ein sehr häufig auftretendes Phänomen - auch im Neubau. Das ist in der Regel ungefährlich, ignorieren sollten Sie es trotzdem nicht. Mit einer ausreichenden Belüftung und richtigem Heizen können Sie Kondenswasser an Ihren Fenstern verhindern. So sorgen Sie dafür, dass die Bildung von Schimmel gar nicht erst zum Thema wird. In unserem Ratgeber erfahren Sie, was Sie in diesem Zusammenhang vermeiden sollten und wann eine Sanierung unumgänglich ist.

INHALTSVERZEICHNIS

1. Warum entsteht Kondenswasser?
2. Die perfekte Luftfeuchtigkeit im Haus
3. Ist Kondenswasser gefährlich?
4. Was hilft gegen Kondenswasser?
5. Weitere Tipps zum richtigen lüften
6. Sie haben trotz regelmäßigen Lüften eine zu hohe Luftfeuchtigkeit?

1. Warum entsteht kondenswasser?

Um das Phänomen „Kondenswasser am Fenster“ zu verstehen, sollte man sich klar machen, dass die Luft zum Teil aus Wasser in Form von Wasserdampf besteht. Wie hoch dieser Anteil genau ist, wird über die Luftfeuchtigkeit angegeben. Dabei ist zu berücksichtigen, dass warme Luft mehr Wasser aufnehmen kann als kalte.

Bei sinkender Temperatur sinkt auch die Fähigkeit der Luft Wasser aufzunehmen. Das überschüssige Wasser kondensiert, es bilden sich Wassertropfen an einer Oberfläche. Kondenswasser bildet sich am Fenster also immer dann, wenn die Temperatur im Inneren eines Raumes höher ist als die Außenluft. Da Luft die Eigenschaft hat, von wärmeren Stellen zu kälteren Oberflächen zu strömen, bewegt sich die warme Raumluft stets zu den kälteren Fenstern. Hier kann die Luft nicht mehr so viel Feuchtigkeit aufnehmen, sodass sich auf dem Fensterglas Kondenswasser bildet.

 

 

2. Die perfekte luftfeuchtigkeit im haus

Die optimale Luftfeuchtigkeit kann zwischen den einzelnen Räumen variieren und ist von der vorherrschenden Temperatur abhängig. Auch wenn sich die Luftfeuchtigkeit durch Stoßlüften und Heizen ungefähr regulieren lässt, sorgt die Anschaffung eines Hygrometers für Gewissheit.

RAUM LUFTFEUCHTIGKEIT BESTE RAUMTEMP.
Wohnzimmer 40 - 60 % 21 -13 °C
Bad 50 - 70 % 21 -13 °C
Kinderzimmer 40 - 65 % 20 -23 °C
Küche 50 - 60 % 18 -20 °C
Schlafzimmer 40 - 60 % 18 °C
Keller 50 - 66 % 10 -15 °C

3. Ist kondenwasser gefährlich?

Kondenswasser ist nicht gefährlich, wenn Sie sich aktiv um die Beseitigung kümmern. Gesundheitsschädigend wird es erst, wenn es dauerhaft nicht entfernt wird und dadurch einen Nährboden für Schimmelbildung darstellt. Wenn Schimmel erst einmal auftritt, ist dieser nur unter erhöhtem Aufwand zu entfernen. Deswegen ist es sinnvoll zwischen temporärer und dauerhafter Feuchtigkeit zu unterscheiden:

Temporäre Feuchtigkeit

Wenn sich besonders viel Kondenswasser am Fenster sammelt, heißt es handeln. Zunächst sollten Sie das Wasser mit einem Handtuch aufnehmen und kräftig durchlüften. Beachten Sie dabei, dass ein Stoßlüften länger als eine halbe Stunde nicht effizient ist, da Wände und Möbel stark auskühlen. Tritt häufig Kondenswasser an Ihrem Fenster auf, müssen Sie zwingend handeln. Die Fachhandwerker von SoBauenProfis beraten Sie gerne ausführlich.

Dauerhafte Feuchtigkeit

Die Gefahr, dass sich Schimmel an Ihren Fenstern bildet, besteht beispielsweise bei dauerhaft auftretender Feuchtigkeit. Das bedeutet, dass eine konstant hohe Luftfeuchtigkeit von 70 % und mehr vermieden werden sollte. Außerdem ist das regelmäßige Lüften Ihres Zuhauses unbedingt erforderlich. Dies gilt besonders für gut gedämmte, luftdichte Neubauten, da die Feuchtigkeit dort nicht von alleine aus den Räumlichkeiten entweichen kann. Auch neue Fenster bei schlecht gedämmten Wänden sind eine potenzielle Gefahr für Schimmel, da sich die Feuchtigkeit hier in den Wänden sammeln kann. Mit Stoßlüften in regelmäßigen Abständen sowie dem Entfernen von Kondenswasser können Sie diese Gefahr in den meisten Fällen minimieren.


4. was hilft gegen kondenswasser?

Tätigkeiten wie gezieltes Lüften und Abwischen der Fenster sind ein probates Mittel gegen Kondenswasser an Ihren Fenstern. Tritt dieses jedoch regelmäßig auf, ist es ratsam, zu überprüfen, was unternommen werden kann, damit die Luftfeuchtigkeit in Ihren Räumlichkeiten nicht unnötig erhöht wird. Beispielsweise sollten Sie es vermeiden, Ihre Wäsche in der Wohnung zu trocknen.

Eine weitere effektive Lösung, die es Ihnen erlaubt, das gute Klima in Ihrem Zuhause zu genießen, sind Fensterlüfter. Je nach Größe des Raumes und der Anzahl der Fenster gibt es sowohl mechanische als auch motorische Lösungen, die teilweise auch nachgerüstet werden können. Fensterlüfter ermöglichen zusätzlich zu der aktiven Fensterlüftung eine nutzerunabhängige Lüftung, die auch bei Ihrer Abwesenheit dafür sorgt, dass ein ausreichender Luftaustausch stattfindet, sodass Sie Kondenswasser effektiv vorbeugen.

 

 


5. Weitere Tipps zum richtigen lüften

Systematisches Lüften ist eine effektive Methode, um gegen Kondenswasser an Ihren Fenstern vorzugehen. Dabei muss allerdings beachtet werden, dass Lüften nur dann sinnvoll, wenn die Außenluft kälter und trockener ist als die Innenluft. Das bedeutet, dass Sie vor allem in der wärmeren Jahreszeit sehr früh morgens (zwischen 5 und 6 Uhr) und spät abends (zwischen 22 und 23 Uhr) lüften sollten. Bei niedrigen Außentemperaturen sollten Sie so oft wie möglich das Fenster öffnen, allerdings nicht länger als 10 bis 15 Minuten.

RICHTIGES LÜFTEN FALSCHES LÜFTEN
· 2 - 4 x täglich Querlüften · Fenster in dauerhafter Kippstellung
· Stoßlüften 10 -15 Min. · Heizung komplett ausstellen
· ⌀ 21 -23 °C Zimmertemperatur · bei starker Hitze im Sommer früh- oder spätabends lüften
· Heizung während des Lüftens ausstellen · zu kurzes (>1 Min.) / zu langes Stoßlüften (< 20 Min)

6. Sie haben trotz regelmäßigen lüften eine zu hohe luftfeuchtigkeit?

Regelmäßiges Lüften beugt nicht nur der Schimmelbildung vor, sondern sorgt für ein angenehmes, gesundes Raumklima. Doch was ist, wenn die Luftfeuchtigkeit trotz dieser Versuche konstant hoch bleibt? Dann kann es sein, dass neben Geduld auch Geld aufgebracht werden muss, um dieses Problem in den Griff zu kriegen:

Experten für Baumängel beauftragen

Wenn der Grund für dauerhaft zu hohe Luftfeuchtigkeit nicht einem falschen Nutzungsverhalten des Bewohners geschuldet ist, können bauliche Mängel die Ursache sein. In diesem Fall sollten Sie einen Experten für Baumängel beauftragen. Wenn dieser das Problem innerhalb der fünf Jahre geltenden Gewährleistungsfrist erkennt, haben Bauherren Anspruch auf Mängelbeseitigung und Schadenersatz.

Energetische Sanierung

Wenn nichts funktioniert empfiehlt sich ein Austausch der Fenster und Türen oder eine Dämmmaßnahme. Hochwertige Fenster lösen nicht nur Ihr Problem bezüglich der hohen Luftfeuchtigkeit, sondern sorgen durch ihre hervorragende Wärmedämmung dafür, dass sich Ihre Heizkosten deutlich reduzieren. Zudem sorgen sie für eine Erhöhung des Wohnkomforts durch beispielsweise einen verbesserten Schallschutz sowie eine erhöhte Grundsicherheit beim Einbruchschutz.




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